Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg

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Inhalt: Geschichte des WNA

Zur Realisierung eines Teilabschnittes des Projektes 17 der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit wurde am 01.01.1992 das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Magdeburg gegründet.
Das WNA ist in die Behördenstruktur der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) im Geschäftsbereich des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eingebettet. Als Unterinstanz ist es der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) mit Sitz in Bonn nachgeordnet. Mit der GDWS ist eine intensive Zusammenarbeit erforderlich. Sie ist für das WNA Aufsichts-, Prüfungs- und Genehmigungsbehörde. Als Träger des Vorhabens (TdV) bei Aus- und Neubauvorhaben beantragt das WNA das Baurecht bei der Planfeststellungsbehörde in der GDWS .
Zur Lösung technischer und ökologischer Problemstellungen arbeitet das WNA MD eng mit der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe, der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)  und der Fachstelle der WSV für Verkehrstechniken (FVT) beide in Koblenz zusammen.

Gründung

1992 wurde vorwiegend mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Vorgängereinrichtungen der Wasserstraßenverwaltung der DDR, wie 

begonnen.

Später wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch öffentliche Stellenausschreibungen sowie Ausschreibungen in anderen Verwaltungen, aus dem gesamten Bundesgebiet angeworben, um an der größten Wasserbaustelle Europas tätig zu sein.
Am Anfang war die Belegschaft in Baracken untergebracht, erst auf dem Gelände des früheren VEB Wasserstraßenbau Magdeburg auf dem Kleinen Werder, dann, von Ende 1993 bis Ende 1995, neben der Stahlgießerei in Rothensee. Im Dezember 1995 konnte ein neues Dienstgebäude auf der Spitze des Kleinen Werders bezogen werden. Dieses Gebäude war nach Abriss der Baracken in nur 13 Monaten unter Federführung des Staatshochbauamtes Magdeburg von der Bilfinger & Berger AG errichtet worden. Den Entwurf hatte das Büro Kersten und Martinoff, Braunschweig, aufgestellt. Das Gebäude erhielt 1995 den Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt für öffentliche Bauten.

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Baumaßnahmen

Die wichtigste Aufgabe des WNA MD war zunächst die Vorbereitung zum Bau des Wasserstraßenkreuzes (WKM) Magdeburg. Die nachfolgenden Eckdaten markieren die „Meilensteine“ des Geschehens:

April 1992 Vorentscheidung zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg als "Brückenlösung"
April 1995 Beginn des Planfeststellungsverfahrens zum Wasserstraßenkreuz
1997 - 1999 Grundsteinlegungen für die Schleuse Rothensee, der Kanalbrücke über die Elbe und der Schleuse Hohenwarthe
Mai 2001 Verkehrsfreigabe Schleuse Rothensee
September 2001 Beginn der Ausbauarbeiten am Rothenseer Verbindungskanal
10. Oktober 2003 Verkehrsfreigabe des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg
Mai 2007 Einweihung des Hafenterminal der Magdeburger Hafengesellschaft (MHG)
Mai 2007 1. Rammschlag zur Errichtung der Vorhäfen zur Niedrigwasserschleuse (NW-Schleuse)
Juni 2008 Grundsteinlegung für die NW-Schleuse Magdeburg
24. Juni 2010 Richtfest der Niedrigwasserschleuse Magdeburg
07. Juli 2011 Durchfahrt der Kammer der Niedrigwasserschleuse für die Schifffahrt frei gegeben
12. Dezember 2013 feierliche Verkehrsfreigabe der Niedrigwasserschleuse durch den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer

Ab Juni 1992 wurde dem WNA MD zusätzlich die Vorbereitung und der Ausbau des Elbe-Havel-Kanals (EHK) übertragen. Ca. 55 km Kanalausbau, 2 Schleusen und 19 Brücken sind den Erfordernissen der modernen Güterschifffahrt anzupassen. Die folgenden Daten zeigen den bisherigen Verlauf:

Juni 1997 Eröffnung des 1. Planfeststellungsverfahrens (von 10 Planfeststellungsabschnitten)
September 2000 1. Rammschlag im Streckenbau am EHK
2001 Verkehrsfreigabe für den ersten Brückenneubau (Werder Straßenbrücke)
Juni 2001 Verkehrsfreigabe für den ersten Streckenabschnitt (Durchstich Parchau)
September 2006 1. Spatenstich zur Errichtung des unteren Vorhafens zur Schleuse Wusterwitz
Mai 2007  Einleitung des letzten großen Planfeststellungsverfahren (PFA 3,4 und 5 mit Schleuse Zerben)
Dezember 2007 Baubeginn an der Brückengruppe Genthin
Oktober 2008 1. Spatenstich zum Neubau der 2. Schleuse Wusterwitz
16. September 2009 1. Rammschlag zum Stadtstreckenausbau in Genthin
26. November 2009 Veröffentlichung der Ausschreibung Straßenbrückenanlage Schleusenbrücke Zerben
30. November 2011 Verkehrsfreigabe des neuen Brückenzugs in Zerben
Oktober 2012 Beauftragung des Bauvertrags – Neubau 2. Schleuse Zerben
07. Januar 2013 Beginn Neubau Schleuse Zerben mit Baustelleneinrichtung und Rückbauarbeiten
12. März 2013 1. Spatenstich für Schleusenneubau Zerben
02. Dezember 2013 Beauftragung des Bauvertrages für den Ausbau des Streckenabschnittes S30 + oberer Vorhafen Schleuse Zerben
26. Februar 2014 Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren Strecke S 9.2 als letzter noch auszubauender Streckenabschnitt des EHK

eu-flagge Diese Maßnahmen werden mit Fördermitteln der Europäischen Union unterstützt.

Am 01.01.2007 übernahm das WNA MD die Aufgaben als Träger des Vorhabens für den Bau des Schleusenkanal Tornitz vom Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg (WSA MD). Mit der Durchführung des Raumordnungsverfahren (ROV) in 2008 werden die Voraussetzungen für den Bau des Kanals mit Schleuse, Sperrtor und Brücken zur Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse auf der Saale mit dem besonderen Augenmerk, dass kein Elbausbau notwendig ist, geschaffen.

Durch diese Ausbauvorhaben wird ein Beitrag zur umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Bewältigung der stark anwachsenden Verkehrsströme geleistet sowie die notwendigen Voraussetzungen für die Verlagerung der Güterströme von der Straße auf die Schifffahrt geschaffen. Gleichzeitig entstehen auch neue Arbeitsplätze im regionalen Raum und es werden Anreize für Investitionen geschaffen.

Das WNA MD ist sich der Mehrfachstruktur einer Wasserstraße bewusst und legt ein besonderes Augenmerk auf die umweltverträgliche Gestaltung seiner Ausbauvorhaben.

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